Besonders Menschen, die unter chronischen körperlichen Erkrankungen leiden (z.B. chronische Schmerzen, Asthma, Neurodermitis, Parkinson, Tumorerkrankungen) oder mit den Langzeitfolgen von schweren Unfällen oder Verletzungen leben (z.B. Rückenmarksverletzungen, Schädel-Hirn-Trauma, schwere Entstellungen), stehen dauerhaft unter psychischer Belastung. So können beispielsweise Faktoren wie Unsicherheit über den Krankheitsverlauf, empfundene Abhängigkeit von Ärzten und Pflegepersonen, unangenehme therapeutische Maßnahmen und chronische Schmerzen, Bedrohung des Selbstbildes oder Verletzung der persönlichen Integrität zu psychischen Problemen führen. Häufige psychische Symptome bei körperlichen Erkrankungen sind depressive Verstimmungen mit Sinnfragen oder Schuldgefühlen, Angsterkrankungen und Symptome Posttraumatischer Belastungsstörungen oder somatoformer Störungen. Auch die Entwicklung von Substanzabhängigkeiten ist möglich. Die Psychotherapie trägt dieser Doppelbelastung durch körperliche Beschwerden und psychische Belastung Rechnung und bietet Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und Neuorientierung im weiteren Leben.